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Erinnerungen einer Fehntjerin

Över de stillen Straoten

  • hillehoek
  • vor 2 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

 Hans-Peter Emons (geb. 1956) ist ein deutscher Landschaftsmaler. Er malt Ölbilder in altmeisterlicher Manier. Er liebt diese ehrliche Kunst, klare verständliche Bilder, wie sie die alten Meister gemalt haben.
Hans-Peter Emons (geb. 1956) ist ein deutscher Landschaftsmaler. Er malt Ölbilder in altmeisterlicher Manier. Er liebt diese ehrliche Kunst, klare verständliche Bilder, wie sie die alten Meister gemalt haben.

Över de stillen Straoten – Ein melancholisches Abendlied aus dem niederdeutschen Raum. „Över de stillen Straten“ ist ein ruhiges, tief melancholisches und zugleich tröstendes plattdeutsches Lied. Im Gegensatz zu den derben und humorvollen Tanz- und Scherzliedern strahlt dieses eine sanfte, fast wiegende Abendstimmung aus. Es ist ein Gute-Nacht-Lied, das Geborgenheit inmitten der Stille vermittelt. Plattdeutscher Text (nach Theodor Storm):


Över de stillen Straten

Geit kloor de Klockenslag;

Gode Nacht! Dien Hart will slapen,

Un morgen is ok en Dag.


Dien Kind liggt in de Wegen,

Un ik bün ok bi di;

Dien Sorgen un dien Leven

Is allens üm un bi.


Noch eenmal laat uns spreken:

Goden Avend, gode Nacht!

De Maand schient op de Deken,

Uns’ Herrgott höllt de Wacht.


Herkunft und Stimmung: Das Lied geht auf ein Gedicht von Theodor Storm (1817–1888) zurück, dem großen norddeutschen Dichter aus Husum. Storm, bekannt für seine Novellen wie „Der Schimmelreiter“, hat hier ein sehr persönliches, beruhigendes Abendlied geschaffen. Es wurde mehrfach vertont und gehört heute zum festen Repertoire plattdeutscher Chöre und Sänger.

Die Atmosphäre ist leise, nachdenklich und beschützend – der Glockenschlag in der stillen Straße, der Mond über den Dächern, das schlafende Kind und das Gefühl, dass alle Sorgen umfangen und bewacht sind. Es passt hervorragend in die weite, flache Landschaft Ostfrieslands, wo die Abende oft besonders still und weit wirken.



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