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Erinnerungen einer Fehntjerin

Wor dä Nordseewellen trecken an dä Strand...

  • hillehoek
  • 3. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Martha Müller-Grählert (1876–1939) war eine vorpommersche Heimatdichterin und die Verfasserin des Gedichts „Mine Heimat“, aus dem später das bekannte Ost- beziehungsweise Nordseewellenlied hervorging.

Bereits als junge Frau schrieb sie Gedichte und arbeitete zeitweise als Redakteurin – für eine Frau ihrer Zeit ein ungewöhnlicher Berufsweg. Während eines Aufenthalts in Berlin entstand aus der Sehnsucht nach ihrer Heimat das plattdeutsche Gedicht Mine Heimat, das später weit über Norddeutschland hinaus bekannt wurde.

Ihr eigenes Leben war jedoch von schweren Schicksalsschlägen geprägt. Nach dem Scheitern ihrer Ehe lebte sie viele Jahre in wirtschaftlicher Not. Obwohl ihr Gedicht in verschiedenen Fassungen große Verbreitung fand, musste sie lange um die Anerkennung ihrer Urheberrechte kämpfen. Erst 1936 wurden diese offiziell bestätigt – nur wenige Jahre vor ihrem Tod und zu spät, um ihr noch ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

Heute gilt Martha Müller-Grählert als eine der bedeutenden plattdeutschen Heimatdichterinnen. Ihr Werk erinnert daran, wie kraftvoll Sprache Heimat, Erinnerung und Sehnsucht ausdrücken kann.




Beim Singen trägt die Melodie die Worte. Beim Sprechen tragen die Worte sich selbst – und ihre Bedeutung kann oft noch tiefer wirken.

In diesem Video spricht Elma das Nordseewellenlied auf ihre ganz eigene, ruhige Weise.

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