- hillehoek
- 10. Aug.

Foelkea vertellt, wat hör klöke Mama,
Christa Sanders-Neemann,
hör Dochter vör än besünner
Denkzedel geben hett.
- hillehoek
- 31. Juli
Aktualisiert: 6. Aug.

In Ostrhauderfehn begann die Geschichte von Meine Kramer (1835–1899) und Reenste Grünefeld (1839–1885), Elmas Urgroßeltern mütterlicherseits, die am 21. Juni 1863 heirateten. Meine, geboren in Ostrhauderfehn, verdiente seinen Lebensunterhalt als Muttschiffer, während Reenste, geboren in Ihrhove, mit ihm ein Heim in der Fehngemeinde baute.
Das Paar brachte acht Kinder zur Welt, doch das Schicksal schlug hart zu. Ihr erster Sohn starb 1863 kurz nach der Geburt. Im Jahr 1872 raffte Scharlach vier ihrer Kinder hinweg: den sechsjährigen Bernhard, die dreijährige Hiske, die zweijährige Catharina und die einjährige Johanna.
Neue Hoffnung keimte auf, als nochmals drei Töchter geboren wurden, die nach ihren bereits gestorbenen Schwestern benannt wurden: Hiske (1873), Catharina (1877) und Johanna Alieda (1880–1940), Elmas Großmutter (Foto links), die später Frikko Ahlrich Sinning (Elmas Großvater) heiratete. Als Johanna Alieda knapp fünf Jahre alt war, starb Reenste mit nur 46 Jahren und ließ ihren Mann mit den Kindern zurück.
Meine fand Trost in einer zweiten Ehe mit Johanne Margarethe Heeren Gorath (1857–1889), die ihre uneheliche Tochter Fraukea, geboren 1883 von einem jüdischen Kaufmann aus Meeden, mitbrachte. Johanne, deren Familie Zuidema aus Holland stammte, schenkte Meine eine weitere Tochter, Renstina Alide (1886–1959). Doch auch Johanne starb jung, mit nur 32 Jahren, und ließ die Kinder zurück: Renstina war drei, Fraukea sechs, Johanna Alieda neun, Catharina zwölf und Hiske sechzehn. Durch sein Schicksal gebrochen verfiel Meine dem Alkohol, und das Leben auf dem Torfkahn wurde zur Bürde.
Hiske, die älteste Tochter, musste den Kahn ziehen, floh aber, unfähig, den Vater zu ertragen. Catharina verließ ihn früh, um als Haushaltshilfe zu arbeiten. Johanna Alieda, noch zu jung, fand Obhut bei ihrer Tante Aaltje Bruns, der Schwester von Reenste. Fraukea kam zu einer Witwe mit vielen Kindern, während Renstina bei einem Bauern in Langholt untergebracht wurde, wo sie schlecht behandelt wurde.
Ein Lichtblick in der Familiengeschichte: Hinrich Bruns, Aaltjes Sohn, holte die kleine Renstina zu Fuß aus Langholt und trug sie auf den Schultern zu seiner Mutter, wo auch Johanna Alieda bereits ein Zuhause gefunden hatte.
Meine heiratete ein drittes Mal, Christina Feldkamp, geborene Drenth (1837–?), die einen Sohn und eine Tochter mitbrachte. Doch diese Ehe brachte keinen Frieden. Als Meine 1899 starb, lebte er im Armenhaus in Bollingen im Saterland, ein Schatten seines früheren Selbst.
Aktualisiert: 6. Aug.

Frikko Ahlrichs Sinning (1834–1909) machte Ostrhauderfehn zu seiner Heimat, als er in erster Ehe Antje Verlaat (1836–1869) heiratete. Antjes Vater, ein wohlhabender Holzhändler, schenkte seinen drei Töchtern zur Hochzeit je ein Stück Land. Antje bekam ein Grundstück in der 1. Südwieke 8, wo sie und Frikko ein Haus bauten – ein Zuhause, das den Kern ihrer jungen Familie bildete. Mit Antje hatte Frikko vier Kinder, doch das Glück war zerbrechlich. Ihre Tochter Anna (1862–1867) starb mit nur fünf Jahren. Ihr Sohn Eilert Heinrich (1864–1887) verunglückte mit 23 Jahren tödlich während seines Marinedienstes. 1869, während Frikko auf einer langen Seereise war, starb Antje im Kindbett, zusammen mit ihren neugeborenen Zwillingsöhnen. Mutter und Kinder wurden in einem Sarg beigesetzt. Als Frikko zurückkehrte, fand er sein Haus still und leer, nur sein fünfjähriger Eilert war bei den Schwiegereltern geblieben...

Dennoch gab Frikko nicht auf. Er heiratete Geske Gewald (1835–1914, Foto oben), und zusammen bekamen sie zwei Kinder: eine Tochter, Anna (1872–?), benannt nach der verlorenen Erstgeborenen, und einen Sohn, Frikko Ahlrich Sinning (1877–1974, Foto links), den Großvater Elmas mütterlicherseits, der nach seinem Vater benannt wurde. In Ostrhauderfehn fand die Familie neuen Halt. Als Kapitän lebte Frikko für das Meer, bis ein Schiffsunglück vor Dänemark alles änderte. Sein Schiff sank, und er rettete sich auf eine Klippe, wo er drei Tage auf Hilfe wartete und miterlebte, wie all seine Kameraden starben. Die Strapazen hinterließen Spuren: Rheuma und Magenschmerzen zwangen ihn, die Seefahrt aufzugeben. In Ostrhauderfehn arbeitete er fortan als Segelmacher und sorgte so für seine Familie. Frikko Ahlrichs Sinnings Geschichte erzählt von Verlust und Neuanfang, von der rauen See und dem gleichsam schweren Leben auf dem Fehn.